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Outdoor-Fitness - keine Angst vor Regenwetter!

 

Die Bewohner von Risch, Oberholz und Unterholz haben sich bereits im Laufe der vergangenen zwei Jahre an den Anblick gewöhnt:

Da bewegt sich ein immer größer werdender Trupp jeden Dienstagabend bergauf und bergab zu fuß durch ihre romantischen kleinen Ansiedlungen und Bauernschaften. Mal kommt der Trupp von rechts, mal von links, manchmal sieht man ihn in der Ferne einen anderen Weg einschlagen. In den dunklen Wintermonaten erweckt er bei manch einem den Eindruck, als suchte eine verirrte Gruppe von Grubenarbeitern vergeblich den Eingang in den unterirdischen Schacht. Grund dafür sind die Stirnlampen der seltsamen Wanderer, die zur Winterszeit im stockfinsteren Wald und auf unbeleuchteten Wegen die nötige Sicht ermöglichen. Nicht selten fuchteln die zumeist gut gelaunten Gestalten zudem noch mit ihren Armen und Beinen herum, was vor kurzem drei gestandene Jogger dazu veranlasst hat, ein Liedchen während des Überholvorgangs anzustimmen: „Und jetzt die Hände – zum Himmel …..“.

 

Schaut man genauer hin, so findet sich eine ganz simple Erklärung für dieses Phänomen:

Eine mittlerweile stolze Zahl an TS-Mitgliedern – egal ob jünger oder älter - betreibt „Outdoor-Fitness“ und schlägt damit gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe bzw. mit einer Trainingseinheit:

  • die Natur und teilweise sensationelle Ausblicke genießen, bei jedem Wetter und zu allen Jahreszeiten
  • Sauerstoff tanken, Immunsystem und Psyche stärken
  • die Ausdauer und damit das Herz-Kreislaufsystem trainieren
  • fit bleiben, die Muskeln und den Körper funktionstüchtig erhalten
  • ein gutes Körpergefühl entwickeln
  • Gelenk schonend und funktionell vorgehen
  • die Fettverbrennung ankurbeln
  • sich netten Leuten anschließen und dabei Spaß haben,

und dies alles zwischen getaner Arbeit und Feierabend. Bereits zu den 20-Uhr Nachrichten kann man frisch geduscht und gut durchblutet und entspannt den Feierabend einläuten. Dieser lässt sich umso mehr genießen in dem Wissen, dass die Fettverbrennung im Körper noch einige Stündchen weiterarbeitet – zumindest bis zum ersten Schluck Bier oder Wein!

 

Folgende Regeln und Prinzipien bestimmen das Training:

Belastungsintensität

Nicht wer schnell ist und ganz vorne der Gruppe davon läuft ist gut. Gut ist derjenige, der sich seinem ganz persönlichen Trainingszustand entsprechend belastet! Dabei sollte eine Belastungsintensität auf dem Niveau „leicht anstrengend“ gefunden und gehalten werden! Zwar gerät der Motor –das Herz – auf Touren und die Atemfrequenz steigt an, allerdings sollte man sich noch gut unterhalten können. Dieses Level sollte dann immerhin 75 min (oder gerne auch mal 10 min länger) durchgehalten werden! Nur selten werden so genannte „Belastungsspitzen“ eingebaut, bei denen Herz- und Atemfrequenz gesteigert werden, wie etwa beim Bergaufgehen oder bei einigen intensiveren Übungen.

Durch ständiges Hinterfragen des eigenen Befindens während des Trainings und nach Beendigung des Trainings lernt der Einzelne seine optimale Belastungshöhe mit der Zeit kennen und entwickelt damit ein immer differenzierteres Körpergefühl. Letztendlich ist jeder einzelne für die Gestaltung der Intensität in die Selbstverantwortung genommen.

 

Muskelkräftigung während des Audauertrainings

Bestimmte Übungen erhalten bzw. stärken während des Walkens ausgewählte Muskeln wie z.B.

  • Fuß-, Waden- und Oberschenkelmuskeln,

  • die Gesäßmuskeln zum Erhalt eines „knackigen“ Po´s,

  • Schulter- und Armmuskulatur und natürlich

  • die Rumpfmuskulatur durch Kräftigung von Beckenboden-, Bauch- und Rückenmuskeln.

Diese Übungen finden in der Regel während des Gehens statt, zwischendurch auch mal am Ort in Form von Stationsübungen.

Durch die zusätzlichen Übungen während des zügigen Gehens wird die Herzfrequenz zwangsläufig gesteigert und kann in Bereiche vordringen, die ein Fitness-Sportler beim Joggen erreicht. Die beim Joggen entstehende relativ hohe Gelenkbelastung vor allem im Kniegelenk bleibt jedoch aus! Die Gelenke werden in einem gesunden Maß belastet, jedoch nicht überlastet. Die Qualität dieser zusätzlichen Übungen ist abhängig von der Fähigkeit zur Koordination und der Körperbeherrschung eines jeden Einzelnen, die sich von Training zu Training verbessern sollte.

 

Die Gruppe

Natürlich sind die Trainingsteilnehmer nicht alle gleich fit, nicht alle gleich alt, nicht alle gleichermaßen gesund und damit auch nicht gleich schnell. Die Gruppe zieht sich mit der Zeit räumlich auseinander, da alle Mitglieder hoffentlich ihr individuell empfohlenes Tempo einhalten. Nach einem überschaubaren Streckenabschnitt kommen daher die vorderen Teilnehmer zurück und schließen sich hinten an die Gruppe an. Entscheidend für das Ziel der Ausdauersteigerung ist, dass man während des Trainings nie stehen bleibt bzw. den Puls durchgehend auf dem Trainingsniveau hält.

Apropos Gruppe: bei so vielen netten Leuten gibt es immer genügend Gesprächsstoff untereinander. Obwohl die gesellige Atmosphäre schnell dazu verleitet, sollten die eineinviertel Stunden nicht auf ein reines „Plaudertraining“ reduziert werden. Aufmerksamkeit bei der Aufgabenstellung und Konzentration bei der Ausführung tragen maßgeblich zur Effektivität und zum Trainingserfolg bei!

 

Was braucht man?

  • Wetter angepasste Kleidung

  • Keine Angst vor Regenwetter und kühleren Temperaturen, da die „innere Heizung“ angeworfen wird, die den Körper während des Trainings immer schön warm hält

  • Strapazierfähige Schuhe mit gutem Profil, deren Sohle ein Abrollen der Füße ermöglichen - vorzugsweise wasserdicht

  • Eine Stirnlampe und gegebenenfalls Leuchtstreifen in den dunklen Monaten